Geplante Reiseziele:
Indischer Subkontinent
a. „
Auroville” in Pondicherry / Tamil Nadu
www.auroville.org
b. „
Eco friends” in Kanpur am Ganges / Uttar Pradesh
www.ecofriends.org
c.
Sivananda Yoga Vedanta Dhanwantari Ashram
Zu a. „Auroville” „Sadhana Forest”:
Vision:
“Sadhana Forest is a place for each individual to grow mentally, emotionally and spiritually with the collective goal of reforesting, living sustainably and creating a supportive community.”
“Dear volunteer,
we welcome you to our home Sadhana Forest! You are now part of our family and also a part of a process of increasing consciousness and creation.
This is a place you can feel nature and with time nature can feel you.
This is a place of sharing the accommodation, the work and ourselves.
This is the beauty of living together. We hope that your time here will be an enriching experience for all!
Love,
Osher, Yorit and Aviram”
Sadhana Forest ist Teil von Auroville eine 1968 gegründete visionäre Stadt, die immer noch im Aufbau ist.
Sadhana Forest selbst hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, eine völlig abgerodete Fläche von 70ar mit tropischem, immergrünen Wald aufzuforsten, den es in dieser Form nur in Südindien und Sri Lanka gibt.
Seit 2003 pflanzten sie 17000 einheimische Bäume und legten ein Wasserversorgungssystem an. Der Erfolg zeigt sich in der Überlebensrate von 80%90% der Setzlinge.
Einen großen Beitrag leisten die vielen Volunteere, die in ihren morgendlichen Arbeitsstunden den Wald und die jungen Bäume pflegen.
Der Tag beginnt um 5:45 mit einem Weckgesang von „Captain Sparrow”. In den vormittäglichen vier Arbeitsstunden sind die Volunteere auch in den folgenden anderen Bereichen tätig:
Garten- und Küchenarbeit, Putzen, Bewässerung, Hüttenbau und was sonst noch so anfällt.
Die einstuendige Frühstückspause verbringen alle gemeinsam in der Haupthütte. Auf der Speisekarte stehen Porridge und Obstsalat.
Eine vegane Lebensweise ist Teil der Philosophie von Sadhana Forest. Ausserdem wird großen Wert auf ein positives Miteinander und Bewusstsein fuer sich, die Gemeinschaft und die Umwelt gelegt. Um dies zu fördern findet zum Beispiel vor jeder Mahlzeit ein Moment des Schweigens statt, Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und Workshops aus eigener Initiative angeboten.
Es ist schön, dass junge Leute aus verschiedensten Ländern sich hier treffen, um eine Zeit lang gemeinsam zusammen zu leben und sich auszutauschen.
Zu b. „Eco friends”:
Mutter Ganga ist eine der vielen Göttinnen im Hinduismus, die die Inder anbeten. Ihrem Glaube nach reinigt sein Wasser, befreit von Schmerz und Leid und gibt Erlösung. Ebenso reinigt sich der heilige Fluss von selbst, sodass er stets ein Quell des Lebens bleibt.
Viele Menschen begleitet er ein Leben lang: Von der ersten Waschung als Säugling, ueber die Hochzeit, bis hin zur Bestattung. Täglich stroemen Millionen von Menschen zu seinen Ufern, um ein Bad zu nehmen.
Außerdem ist er existenziell fuer viele Menschen, was z.B. die Bewässerung der Felder und Trinkwasser betrifft.
Aber: es steht schlecht um den Fluss!
Ein Großteil des Wassers wird schon nah der Quelle abgezweigt. Der geschwächte Strom wird im Laufe seines Weges durch die Abwässer der Industrien und Haushalte der Staedte höchstgradig verunreinigt.
Dazu kommen der Muell, die vielen Opfergaben und die toten Menschen, die teilweise unverbrannt im Ganges bestattet werden.
"Ganga is crying! Ganga is dying!" Aus diesem Grund bildeten Rakesh Jaiswal und weitere Engagierte 1993 die NGO "Eco Friends" in Kanpur. Sie ist die zweitgrößte und am meisten verschmutzte Stadt Indiens. Etwa 400 Industriefirmen (hauptsächlich Lederfabriken) sind dort stationiert. Täglich pumpen diese insgesamt 12 Mio. Liter ungereinigtes Abwasser in den Ganges.
Die Gruppe um Rakesh setzt sich für den Ganges, seine Umwelt und die Betroffenen ein. Um ein Bewusstsein fuer die Problematik zu schaffen, leisteten sie viel Aufklärungsarbeit, indem sie Schulen und Universitäten besuchten und führten Saeuberungskampagnen am Fluss durch.
Aufgrund ihrer Arbeit und ihrem Engagement wurden Firmen geschlossen, die Zahl der Leichen im Wasser ging zurück und Grundwasserpumpen wurden in einigen Dörfern installiert.
In unserer Zeit in Kanpur lernten wir viel über den Ganges und die Initiative "Eco Friends." Wir machten eine Tour zu zwei Dörfern, die von dem "Ganga Action Plan" der Regierung von 1986 betroffen sind.
Dieser Plan hatte eigentlich zum Ziel der Verschmutzung des Ganges entgegenzuwirken, indem sie die Abwässer der Stadt Kanpur und ihren Industrien in Klaeranlagen reinigen und umlenken. Das hatte zur Folge, dass das notdürftig gefilterte Abwasser zur Bewässerung der Felder genutzt wurde und es ins Grundwasser sickerte. An diesem Kreislauf hat sich bis heute nichts geaendert.
Wer ist betroffen? Hauptsächlich die armen Leute in den Dörfern um Kanpur herum. Die Bewohner dort haben verschiedene Krankheiten und Hautprobleme. Sie wissen woher es kommt, trinken das Wasser aber trotzdem, da es keine andere Wasserquelle gibt.
Das Problem: das Wasser ist ein Cocktail toxischer Chemikalien und Schwermetallen, die nun in die Nahrungskette gelangt sind.
Außerdem können die wenigen Klaeranlage das gesamte Abwasser ueberhaupt nicht fassen, sodass dieses in den Ganges geleitet wird. Die Technologie das Wasser besser zu reinigen gibt es, ist aber zu teuer.
Bei einer Bootsfahrt konnten wir uns selbst von diesem buchstäblich zum Himmel stinkenden Verbrechen überzeugen. Korruption, Geld und Desinteresse der Regierung verhindern, dass sich wirklich etwas aendert.
Obwohl “Eco Friends” ein Bewusstsein für das Problem geschaffen hat und sie viel bewirkt haben, waren wir betroffen zu hören, dass der Zustand des Flusses schlimmer geworden ist und die Situation beinahe aussichtslos erscheint.
In Anbetracht dessen, ist es verständlich, dass selbst Rakesh manchmal resigniert und doch ist es wichtig die Arbeit weiterzuführen.
In abendlichen Gesprächen vermittelte er uns einen guten Eindruck von seinem Lebenswerk und es war spannend und interessant von ihm zu lernen.
Zu c. Sivananda Yoga Vedanta Dhanwantari Ashram:
Der Ashram wurde 1978 von Swami Vishnu Devananda gegründet, der dort die Lehren seines Gurus Swami Sivananda (18871963) weiterführte. Ursprünglich als ayurvedisches Heilungszentrum geplant setzte sich jedoch immer mehr die Philosophie des Yogas durch, die heute praktiziert wird. Menschen aus aller Welt kommen an diesen “Ort des Rückzugs aus der materiellen Welt” (Bedeutung des Wortes “Ashram” in Sanskrit), um die Spiritualität und das Wissen um Yoga Vedanta und Ayurveda kennenzulernen. Nötige Ruhe und Geborgenheit bietet die wunderschöne Anlage des Zentrums in Neyyar Dam, Kerala, inmitten der Sahyadri-Hills. Die Harmonie der Natur inspiriert und motiviert Schüler, sich auf das Zusammenwachsen von Körper, Geist und Seele, sowie die Suche nach dem inneren Selbst, einzulassen. Während einem zweiwöchigen Yoga-Vacation Aufenthalt, folgt man den fünf Regeln des Yogas: Übungen (Yogastellungen) Atmung (Pranayama) Entspannung (Savasana) Ernährung (vegetarisch) Meditation und positives Denken (Vedanta und Dhyana) Diese bilden die Grundlage fuer ein gesundes, glückliches und ausgeglichenes Leben im Einklang mit der Umwelt.
Der Tagesablauf sieht wie folgt aus:
05:20 Wecken
06:00 Satsang (Meditation, Chanten)
07:30 Tee (ziemlich guter Chai)
08:00 Hatha-Yoga-Kurs
10:00 Brunch
11:00 Karma Yoga (selbstlose Arbeit für die Gemeinschaft)
13:30 Tee und Obst
14:00 Theorie zur Praxis
16:00 Hatha-Yoga-Kurs
18:00 Abendessen
20:00 Satsang
22:30 Nachtruhe